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11.07.2011

Familienfreundlicher Mittelstand

Familienfreundlichkeit wird vor dem Hintergrund des demografischen Wandels zu einem immer wichtigeren Instrument in der Personalpolitik. Dies gilt insbesondere für Unternehmen mit hoher Frauenquote und einem relativ jungen Durchschnittsalter - wie bei Laudert. Die Verleihung des Qualitätssiegels „Familienfreundlicher Mittelstand“ in der vergangenen Woche betrachten wir daher als Anerkennung unseres Selbstverständnisses sozialer und unternehmerischer Pflicht sowie als Ansporn, weitere Projekte zu realisieren.

Das an uns verliehene Siegel ist eine gemeinsame Entwicklung des Netzwerkes FAMM (Familie-Arbeit-Mittelstand im Münsterland) und der Bertelsmann Stiftung. Zum 1. Juni übernahm die Bertelsmann-Stiftung die Federführung des Projektes, um es mittelfristig auch in anderen Regionen Deutschlands anzubieten. Nach den Worten von Liz Mohn benötige gerade die Wirtschaft moderne, innovative Ansätze, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu fördern - für Frauen und Männer: "Ich halte es für ganz wichtig, dass vorbildliche und pragmatische Beispiele einer familienfreundlichen Personalpolitik, wie bei den ausgezeichneten mittelständischen Unternehmen, öffentlich gemacht werden" so Liz Mohn.

Wir zeichnen uns dabei insbesondere durch die sehr flexible Arbeitszeitgestaltung und den unkomplizierten Wiedereinstieg nach der Elternzeit aus. Elternzeit wird auch von den männlichen Kollegen und auch von Führungskräften in Anspruch genommen und selbstverständlich ermöglicht. Hier ziehen sowohl die Geschäftsleitung als auch die vertretenden Kollegen an einem Strang. Den Rahmen für die familienbewusste Personalpolitik bilden flache Hierarchien und ein offenes, partnerschaftliches Klima, in dem die soziale Verantwortung für die Kollegen selbstverständlich ist. Dazu zählt insbesondere die Rücksichtnahme auf die familiäre Situation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Eine im Rahmen des Projektes durchgeführte Mitarbeiterbefragung deckte auf, dass die Ferienbetreuung der Klein- und Vorschulkinder eine sehr große Herausforderung darstellt. "Der Jahresurlaub soll der Erholung dienen und eine Auszeit für die Familie sein", so Rainer J. Laudert. „Teilweise wird aber fast der gesamte Urlaub darauf verwendet, die Betreuung der Kinder während der Ferien sicherzustellen. Hier wollen wir Abhilfe schaffen.“ Aktuell arbeiten wir daher an Plänen für ein Angebot zur Ferienbetreuung der vielen Mitarbeiter-Kinder.

Neben dem Ferienbetreuungsprojekt gibt es weitere Aspekte, die wir für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie optimieren möchten. "Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie wird dabei immer stärker in unserer Unternehmenskultur verankert, die auf eine tragfähige Balance zwischen Unternehmenszielen und Work-Life-Balance der Mitarbeiter zielt", resümiert Andreas Rosing.